Köln-Holweide
18.01.2007
Abbruch-Bagger hatten Vorfahrt

Holweide -Die „Pulverisierer" haben ganze Arbeit geleistet. Bereits am Sonntagmittag sind mit Hilfe spezieller Geräte, die vorn an den Baggern die Schaufeln ersetzen, von einer Brücke über die A 3 in Holweide nur Berge von Schutt übrig geblieben: rund 1300 Kubikmeter von der Brücke Wichheimer Straße und nochmals 400 Kubikmeter von den Resten der ehemaligen KVB-Brücke Römerpfädchen. „Früher haben wir solche Bauwerke gesprengt, heute setzen wir diese Spezialgeräte ein“, sagt Siegfried Wagenknecht vom Landesbetrieb Straßen NRW.

Die Autobahnüberführungen mussten weichen, weil die A 3 in diesem Bereich verbreitert wird. Der am stärksten belastete Autobahnabschnitt Deutschlands soll künftig acht statt jetzt sechs Spuren haben. Deswegen müssen auch die Brücken über die Autobahn erneuert werden. Wegen der Arbeiten war die A 3 zwischen dem Kreuz Leverkusen und dem Dreieck Heumar von Samstag, 16 Uhr, bis Sonntag, 20 Uhr, für den Verkehr gesperrt ..

Darüber hinaus waren auch die Mitarbeiter des Kampfmittel-Räumdienstes auf der A 3 im Einsatz. Denn die Brücke Wichheimer Straße stammte aus dem Jahr 1936. Damals wurden in die Brückenpfeiler Sprengkammern eingelassen, um die Überführung im Bedarfsfall zu zerstören. Siegfried Wagenknecht: „Wir haben diese Kammern bei der Vorbereitung zum Abbruch der Brücke gefunden. Sie waren verschlossen. Deshalb haben wir den Kampfmittelräumdienst eingeschaltet, um sicherzugehen, dass die Sprengkammern nicht befüllt waren. Zum Glück waren alle leer.“ .. (KStA, Tobias Morchner)